Suno räumt Nutzung von YouTube-Audio für KI-Training ein
Der Streit zwischen der Musikindustrie und dem KI-Musikdienst Suno spitzt sich weiter zu
Der Streit zwischen der Musikindustrie und dem KI-Musikdienst Suno spitzt sich weiter zu: In einer aktuellen Gerichtsakte räumt Suno erstmals ausdrücklich ein, Audiodaten von YouTube für das Training seiner KI-Modelle verwendet zu haben. Zum Einsatz kam dabei laut eigener Aussage das Open-Source-Tool YT-DLP.
Gleichzeitig weist Suno den von Universal Music Group, Capitol Records und Sony Music erhobenen Vorwurf des sogenannten „Stream Ripping“ zurück. Das Unternehmen argumentiert unter anderem, die Labels seien für diesen Teil der Klage nicht klagebefugt. Zudem beruft sich Suno auf „Fair Use“ und bezeichnet das Training mit kopierten Daten als Teil eines technologischen Prozesses, der letztlich ein neues, nicht rechtsverletzendes Produkt hervorbringen soll.
Brisant: Suno bestätigt, dass seine Modelle mit „zig Millionen“ Aufnahmen aus öffentlich zugänglichen Quellen trainiert wurden. Die Labels verlangen in dem Verfahren Schadenersatz von bis zu 150.000 US-Dollar pro Werk für 560 bislang verfahrensgegenständliche Aufnahmen.
Der Fall könnte damit zu einem wichtigen Präzedenzfall für die Frage werden, ob und unter welchen Bedingungen urheberrechtlich geschützte Musik für das Training generativer KI genutzt werden darf. (MBW)
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