Deezer macht KI-Musik sichtbar
Wie viel KI steckt eigentlich in unseren Playlists?
Wie viel KI steckt eigentlich in unseren Playlists? Deezer will darauf eine Antwort geben: Ein neues, kostenloses Tool analysiert Playlists von Spotify, Apple Music, YouTube Music, SoundCloud und weiteren Streamingdiensten und erkennt KI-generierte Tracks. Der Dienst unterstützt 20 Plattformen und 27 Sprachen. Nutzer können ihre Playlists importieren und sehen, welche Songs als KI-generiert eingestuft werden.
Der Schritt kommt zu einem bemerkenswerten Zeitpunkt: Deezer meldet inzwischen, dass im Juni 2026 zeitweise mehr als 50 % der täglich neu hochgeladenen Musik KI-generiert war, im Monatsdurchschnitt rund 90.000 Tracks pro Tag.
So erkennt Deezer KI-Musik
Interessant ist auch der technische Ansatz hinter dem Detektor: Deezer setzt nicht einfach auf ein weiteres großes KI-Modell, sondern nutzt Signalverarbeitung und mathematische Verfahren, um charakteristische Artefakte in KI-generierter Musik aufzuspüren. Diese können sich etwa als auffällige Muster im Frequenzspektrum zeigen. Entwickelt wurde das Verfahren unter anderem anhand von Musik, die mit Generatoren wie Suno und Udio erzeugt wurde.
Dabei geht es nicht darum, zweifelsfrei nachzuweisen, welcher Teil eines Songs von einer KI stammt. Der Detektor sucht nach Markern für KI-generierte Inhalte und bewertet deren Stärke. Bei komplett oder überwiegend synthetischen Tracks funktioniert das bereits sehr gut; bei Musik, die menschliche und KI-generierte Elemente kombiniert, arbeitet Deezer noch an einer genaueren Erkennung auf Ebene einzelner Spuren. (Techradar.com)
KI-Musik wird damit nicht nur zu einem Thema für Künstler und Labels, sondern zunehmend auch zu einer Frage der Transparenz für jeden Streaming-Nutzer.
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