Jamendo zieht Copyright-Klage gegen Suno zurück
Spannende Wendung im Streit um KI und Musikrechte: Jamendo hat seine Ende Juni eingereichte Copyright-Klage gegen Suno nach nur sechs Wochen freiwillig zurückgezogen.
Spannende Wendung im Streit um KI und Musikrechte: Jamendo hat laut einem Artikel in Musicbusiness Worldwide seine Ende Juni eingereichte Copyright-Klage gegen Suno nach nur sechs Wochen freiwillig zurückgezogen. Die Klage wurde allerdings „without prejudice“ abgewiesen – Jamendo behält sich damit ausdrücklich die Möglichkeit vor, die gleichen Ansprüche erneut geltend zu machen.
Einen Grund für den Rückzug nennt Jamendo nicht. Auch ein Vergleich oder eine Vereinbarung mit Suno wurde bislang nicht bestätigt. Im Zentrum der Klage stand der MTG-Jamendo-Datensatz mit mehr als 55.000 Tracks, den Jamendo für nicht-kommerzielle Forschung bereitgestellt hatte und für dessen kommerzielle Nutzung eine Lizenz verlangte.
Interessant ist der Zeitpunkt: Suno steht gleichzeitig wegen weiterer Copyright-Fragen unter Druck und hat zuletzt neue Maßnahmen wie Audio-Watermarking, Fingerprinting und Einschränkungen beim massenhaften Download angekündigt. Zudem wurde Suno Ende Juli vom Münchner Landgericht im Verfahren mit GEMA in erster Instanz wegen Urheberrechtsverletzungen beim Training verurteilt.
Die Frage bleibt: Strategischer Rückzug, möglicher Deal hinter den Kulissen – oder einfach der nächste Schritt in einem noch viel größeren Rechtsstreit um KI und Musik?
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