Suno erneut wegen Datenleck verklagt
Die KI-Musikplattform Suno sieht sich einer weiteren Sammelklage wegen eines Datenlecks gegenüber.
Die neue Klage wurde am 3. September beim US District Court for the District of Massachusetts eingereicht – dort, wo Suno seinen Hauptsitz hat. Kläger ist Michael Beckham aus South Dakota.
Im Mittelpunkt steht ein Sicherheitsvorfall aus November 2025, bei dem nach Angaben der Kläger Daten von rund 55,3 Millionen Nutzer:innen abgegriffen worden sein sollen. Betroffen sein sollen unter anderem Namen, E-Mail- und Postadressen, Telefonnummern, Kaufhistorien und teilweise Zahlungsinformationen. Die Zahl der betroffenen Datensätze wurde durch den Dienst Have I Been Pwned öffentlich gemacht.
Besonders brisant ist der Vorwurf, dass Suno von dem Sicherheitsvorfall bereits im November 2025 gewusst, betroffene Nutzer:innen aber nicht informiert habe. Suno hatte den Vorfall bestätigt, ihn jedoch als begrenzten und schnell eingedämmten Sicherheitsvorfall bezeichnet. Nach einer internen Untersuchung habe er sich vor allem auf veralteten Quellcode bezogen; sensible persönliche Daten seien nach Darstellung des Unternehmens nicht kompromittiert worden.
Die neue Klage ist bereits die zweite vorgeschlagene Sammelklage im Zusammenhang mit dem Datenleck. Die Kläger verlangen unter anderem Schadenersatz sowie strengere Sicherheitsmaßnahmen und mindestens zehn Jahre Kreditüberwachung für Betroffene.
Damit wächst der juristische Druck auf Suno weiter. Das Unternehmen ist parallel mit mehreren Verfahren rund um Urheberrecht, Künstleridentitäten und die Nutzung von Musik für das Training seiner KI-Modelle konfrontiert. Erst Anfang September reichten unter anderem Jason Isbell und David Lowery eine weitere Sammelklage gegen Suno ein.
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