Apple Music führt „Made With AI“-Kennzeichnung für KI-Musik ein

Apple Music will noch in diesem Jahr sichtbare „Made With AI“-Labels für Musik einführen, die in wesentlichem Umfang mithilfe generativer KI erstellt wurde. Betroffen sind ausdrücklich auch Inhalte, die auf KI-Plattformen wie Suno entstanden sind. Das teilte Apple am 20. August in einer Mitteilung an seine Branchenpartner mit.

Apple Music führt „Made With AI“-Kennzeichnung für KI-Musik ein

Apple Music will noch in diesem Jahr sichtbare „Made With AI“-Labels für Musik einführen, die in wesentlichem Umfang mithilfe generativer KI erstellt wurde. Betroffen sind ausdrücklich auch Inhalte, die auf KI-Plattformen wie Suno entstanden sind. Das teilte Apple am 20. August in einer Mitteilung an seine Branchenpartner mit.

Die technische Grundlage dafür existiert bereits: Apple Music verwendet seit März sogenannte „AI Transparency Tags“ in seinem Content-Delivery-System. Bislang waren diese Angaben jedoch nicht für Hörer sichtbar. Künftig sollen sie direkt auf Apple Music als „Made With AI“ erscheinen.

Die Kennzeichnung betrifft laut Apple nicht nur den fertigen Track. Auch Kompositionen, Artwork und Musikvideos können entsprechend markiert werden. Apple definiert „AI-platform-generated content“ dabei als Inhalte, die hauptsächlich aus einem generativen KI-Dienst hervorgegangen sind. Für die Erfassung setzt Apple auf Labels und Distributoren: Sie sollen beim Einreichen der Inhalte die entsprechenden KI-Metadaten angeben. Apple Music will die KI-Nutzung für diese Kennzeichnung demnach nicht selbst erkennen, sondern auf die Angaben der Content-Anbieter zurückgreifen.

Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund weiterer Entwicklungen im Umgang der Streamingbranche mit KI-Musik. Laut Music Business Worldwide setzt Deezer auf eigene Erkennungstechnologie, während Spotify bei bestimmten KI-Kennzeichnungen ebenfalls auf eine Kombination aus Angaben der Anbieter und eigener Prüfung setzt.

Auch regulatorisch bewegt sich derzeit viel: Die Transparenzregeln des EU AI Act sind seit dem 2. August in Kraft. Für bereits auf dem Markt befindliche generative KI-Dienste wie Suno gilt laut MBW eine Übergangsfrist bis zum 2. Dezember. Suno hatte Anfang August zudem Audio-Watermarking und Fingerprinting angekündigt.

Quelle: Music Business Worldwide, „Apple Music to slap AI labels on Suno tracks – but pushes the onus onto record companies“, 20. August 2026.

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