IFPI startet „Streaming Integrity Initiative“ gegen Streaming-Betrug
Die International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) hat die Streaming Integrity Initiative (SII) gestartet.
Die International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) hat die Streaming Integrity Initiative (SII) gestartet. Gemeinsam mit 24 Musikunternehmen und Branchenorganisationen will die IFPI den wachsenden Betrug bei Musikstreams bekämpfen und damit Künstler, Songwriter und Rechteinhaber besser schützen.
Im Mittelpunkt stehen fünf gemeinsame Maßnahmen: die Überprüfung von Rechteinhabern und Kunden, eine intensivere Prüfung von Inhalten auf Betrug und mögliche Rechtsverletzungen, konsequentes Vorgehen gegen verdächtige Aktivitäten und Wiederholungstäter, der Austausch von Informationen sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung der eingesetzten Anti-Fraud-Systeme.
Zu den ersten Unterstützern gehören unter anderem Sony Music Group, Universal Music Group, Warner Music Group, The Orchard, CD Baby, Ditto, RouteNote und Merlin. Die Initiative richtet sich dabei nicht nur gegen klassische Bot-Netzwerke und künstlich erzeugte Streams. Auch der zunehmende Einsatz von KI zur Produktion großer Mengen an Musik und zur anschließenden Manipulation von Streamingzahlen stellt die Branche vor neue Herausforderungen.
Die Botschaft der IFPI ist deutlich: Streaming-Betrug ist längst kein Randproblem mehr. Wenn künstliche Streams Einnahmen aus den Royalty-Pools abschöpfen, geht das unmittelbar zulasten derjenigen, deren Musik tatsächlich gehört wird.
Für die Musikbranche beginnt damit eine neue Phase: KI soll Musikproduktion ermöglichen – aber nicht zur Maschine für künstlich erzeugte Streams und manipulierte Einnahmen werden.
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