Suno erneut verklagt: Über 165 Millionen Dollar Streitwert
Der juristische Druck auf den KI-Musikgenerator Suno wächst weiter. Das US-Label Gerencia 360 Music, spezialisiert auf Regional Mexican und Latin Music, hat Suno sowie den Datenscraping-Anbieter Bright Data vor einem kalifornischen Bundesgericht verklagt.
Der juristische Druck auf den KI-Musikgenerator Suno wächst weiter. Das US-Label Gerencia 360 Music, spezialisiert auf Regional Mexican und Latin Music, hat Suno sowie den Datenscraping-Anbieter Bright Data vor einem kalifornischen Bundesgericht verklagt.
Vertreten wird Gerencia 360 von Richard Busch, dem Anwalt, der durch den „Blurred Lines“-Urheberrechtsstreit bekannt wurde. Das Label wirft Suno vor, eigene spanischsprachige Songs und Lyrics ohne Lizenz kopiert und für das Training seiner KI-Modelle verwendet zu haben.
Im Zentrum der Klage stehen 444 registrierte Werke. Gerencia 360 fordert unter anderem Schadensersatz und Gewinne beziehungsweise gesetzliche Schadensersatzsummen. Über vier Klagepunkte summieren sich die geltend gemachten Beträge auf mehr als 165 Millionen US-Dollar.
Besonders brisant: Laut Klageschrift soll Suno über Plattformen wie YouTube, Deezer und Genius auf Aufnahmen und Songtexte zugegriffen haben. Dabei sollen auch technische Beschränkungen wie Paywalls, CAPTCHA-Abfragen und Rate Limits umgangen worden sein.
Der Fall ist ein weiterer Baustein im wachsenden Rechtsstreit um die Frage, ob und unter welchen Bedingungen urheberrechtlich geschützte Musik für das Training generativer KI genutzt werden darf. Suno ist bereits mit weiteren Klagen von Musikunternehmen konfrontiert.
Quelle: Music Business Worldwide, 1. September 2026 – „Suno and Bright Data sued again…“
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