Suno unter Druck: UMG und Sony werfen KI-Dienst YouTube-Piraterie vor
UMG und Sony verschärfen Vorwürfe gegen Suno
Der Rechtsstreit zwischen den Major-Labels und dem KI-Musikdienst Suno nimmt an Schärfe zu. Universal Music Group und Sony Music dürfen ihre Klage in den USA um den Vorwurf erweitern, Suno habe urheberrechtlich geschützte Musik von YouTube mithilfe sogenannter „Stream-Ripping“-Tools heruntergeladen, um sie für das Training seiner KI-Modelle zu verwenden.
Die Labels werfen dem Unternehmen vor, dabei technische Schutzmaßnahmen von YouTube umgangen zu haben. Konkret geht es um die Open-Source-Tools YT-DL und YT-DLP.
Ein US-Richter hat die Erweiterung der Klage zugelassen, gleichzeitig aber klargestellt, dass im weiteren Verfahren noch geprüft werden muss, ob und in welcher Form die Tools tatsächlich technische Schutzmaßnahmen von YouTube umgangen haben. Suno hatte argumentiert, dass die fraglichen Maßnahmen lediglich das Kopieren und nicht den Zugang zu den Inhalten kontrollierten.
Der Versuch von UMG und Sony, weitere 61.026 Aufnahmen in das Verfahren aufzunehmen, wurde dagegen abgelehnt – bislang geht es um 560 Werke. Im Kern steht damit weiterhin eine der entscheidenden Fragen im Streit zwischen Musikindustrie und KI-Anbietern:
Darf urheberrechtlich geschützte Musik ohne Lizenz zum Training generativer KI verwendet werden – und lässt sich dies mit dem US-amerikanischen „Fair Use“-Prinzip rechtfertigen?
Eine Entscheidung könnte weit über den Fall Suno hinaus Bedeutung für die gesamte KI-Musikbranche haben.
Quelle: Music Business Worldwide, 27. August 2026 – „Judge clears UMG and Sony to accuse Suno of pirating YouTube via ‘stream ripping’ to train its AI“
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