„Human Made, Human Paid“: US-Musikergewerkschaft fordert faire Regeln für KI-Musik

Die US-Musikergewerkschaft AFM fordert Zustimmung, Anerkennung und Vergütung für die Nutzung menschlicher Musik durch KI. Im November beginnen neue Verhandlungen mit großen Labels.

„Human Made, Human Paid“: US-Musikergewerkschaft fordert faire Regeln für KI-Musik

Die American Federation of Musicians (AFM) startet eine neue Kampagne für Zustimmung, Anerkennung und Vergütung bei der Nutzung menschlicher Musik durch KI. Im November sollen entsprechende Schutzregeln mit den großen Plattenfirmen verhandelt werden.

Die US-Musikergewerkschaft American Federation of Musicians (AFM) hat am 20. Oktober 2026 die Kampagne „Human Made, Human Paid“ gestartet. Damit will sie erreichen, dass professionelle Musiker stärker davon profitieren, wenn ihre Aufnahmen für KI-Training oder KI-generierte Musik genutzt werden.

Im Mittelpunkt stehen drei Forderungen: Musiker sollen der Verwendung ihrer Aufnahmen für das Training von KI-Modellen zustimmen oder sie ablehnen können, angemessen als Urheber beziehungsweise Mitwirkende genannt werden und für die Nutzung ihrer Arbeit bezahlt werden. Das soll auch dann gelten, wenn Plattenfirmen ihre Musikkataloge an KI-Unternehmen lizenzieren.

Die Kampagne kommt zu einem wichtigen Zeitpunkt: Am 3. November 2026 sollen die Verhandlungen über den Sound Recording Labor Agreement (SRLA) mit Universal Music Group, Sony, Warner und Hollywood Records fortgesetzt werden. Der Tarifvertrag regelt unter anderem die Arbeits- und Vergütungsbedingungen von Studiomusikern bei großen Plattenproduktionen.

Kein Kampf gegen KI – sondern für faire Bedingungen

Die AFM betont, dass sie nicht grundsätzlich gegen KI-Technologien oder neue Werkzeuge der Musikproduktion vorgehen will. Vielmehr gehe es darum, die wirtschaftliche Zukunft professioneller Musiker zu sichern und sicherzustellen, dass menschliche Kreativität bei der Entwicklung und Vermarktung von KI-Musik nicht unberücksichtigt bleibt.

Für uns als KI-Musiker ist die Debatte ebenfalls relevant. Sie zeigt, dass sich die Branche zunehmend mit der Frage auseinandersetzt, wie menschliche Beiträge, Trainingsdaten und KI-generierte Ergebnisse fair zusammengebracht werden können. Transparente Lizenzen und nachvollziehbare Nutzungsrechte könnten langfristig auch für KI-Musiker und unabhängige Produzenten mehr Klarheit schaffen.

Ob die Forderungen in den anstehenden Verhandlungen tatsächlich in verbindliche Vertragsregeln münden, bleibt abzuwarten. Die Kampagne macht jedoch deutlich: Die Zukunft der KI-Musik wird nicht allein durch neue Technologien bestimmt, sondern auch durch die Frage, wie Rechte, Verantwortung und Einnahmen verteilt werden.

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