Fun Facts to go – Fünf musikalische Kuriositäten
Das klingt erfunden, stimmt aber Manchmal erfindet die Realität die besten Geschichten selbst. Gerade die Musikgeschichte ist voll von Momenten, bei denen man sich fragt, ob jemand beim Schreiben einfach ein bisschen übertrieben hat. Hat er nicht.
Das klingt erfunden, stimmt aber
Manchmal erfindet die Realität die besten Geschichten selbst. Gerade die Musikgeschichte ist voll von Momenten, bei denen man sich fragt, ob jemand beim Schreiben einfach ein bisschen übertrieben hat. Hat er nicht.
1. Ein Kuhglocken-Sound wurde zum Rock-Kult
Die Kuhglocke ist nicht gerade das Instrument, das man spontan mit Rockmusik verbindet. Trotzdem wurde sie durch Blue Öyster Cults „(Don't Fear) The Reaper“ zu einem der berühmtesten Nebengeräusche der Rockgeschichte.
Der Produzent David Lucas wollte den Song ursprünglich mit einem subtilen Percussion-Akzent versehen. Der Schlagzeuger Albert Bouchard spielte daraufhin die berühmte Cowbell. Und sie wurde immer lauter.
Sänger Eric Bloom soll später scherzhaft bemerkt haben, dass die Kuhglocke fast zum heimlichen Star des Songs wurde. Heute gilt sie als eines der bekanntesten Beispiele dafür, wie ein scheinbar nebensächliches Percussion-Instrument einen Song prägen kann.
Fun Fact: Die Musikgeschichte hat damit bewiesen, dass offenbar jeder Song ein bisschen mehr Kuh vertragen kann.
2. Ein Klavier wurde zum Schlaginstrument
Was passiert, wenn man auf die Saiten eines Klaviers schlägt, sie mit Gegenständen präpariert oder einzelne Töne ungewöhnlich behandelt?
Man bekommt kein klassisches Klavier mehr. Man bekommt Prepared Piano.
Der Komponist John Cage machte diese Technik besonders bekannt. Er platzierte unter anderem Schrauben, Gummi- und andere Gegenstände zwischen den Saiten eines Flügels. Das Instrument bekam dadurch plötzlich ganz andere Klangfarben. Aus einem Klavier wurde eine Art Percussion-Ensemble. Oder, etwas salopper:
Jemand hat ein Klavier kaputtgemacht – und die Kunstgeschichte hat beschlossen, dass es Absicht war.
3. Der längste Song ist wirklich sehr lang
Es gibt Songs, bei denen man nach sechs Minuten denkt: „Das reicht jetzt langsam.“
Und dann gibt es „The Rise and Fall of Bossanova“ von PC III. Das Stück dauert 13 Stunden, 23 Minuten und 32 Sekunden und wird als längster offiziell veröffentlichter Song geführt. Zum Vergleich: Bei einem dreiminütigen Popsong könnte man in dieser Zeit ungefähr 268 Songs hören. Oder diesen einen. Einmal.
4. Es gibt Musik, die eigentlich nicht für Menschen gedacht ist
Komponisten und Sounddesigner haben immer wieder mit Frequenzen und Klangbereichen gearbeitet, die außerhalb oder am Rand des menschlichen Hörvermögens liegen. Und bei Tieren wird es noch interessanter. Fledermäuse hören Frequenzen, die wir Menschen überhaupt nicht wahrnehmen können.
Das bedeutet: Eine Welt voller Geräusche existiert – und unsere Ohren bekommen davon nichts mit. Für Musiker ist das eine ziemlich spannende Erinnerung daran, dass „Klang“ nicht dasselbe ist wie „das, was ich hören kann“.
5. Der leiseste Song der Welt ist … schwierig
Es gibt zahlreiche Experimente mit extrem leisen Musikstücken und sogar Kompositionen, die sich mit Stille beschäftigen. Das berühmteste Beispiel ist natürlich John Cages „4'33''“. Das Stück besteht nicht aus einer traditionellen Folge von Tönen.
Der Musiker spielt beziehungsweise produziert während der festgelegten Dauer keine bewusst gespielten Töne. Und trotzdem hören die Zuschauer etwas:
Husten. Stühlerücken.
Atemzüge. Geräusche aus dem Raum.
Die Umgebung wird zur Musik.
Fun Fact zum Mitnehmen
Musik kann also:
Kuhglocken berühmt machen.
Klaviere in Schlagzeuge verwandeln.
13 Stunden dauern.
Frequenzen enthalten, die wir nicht hören.
Oder ausgerechnet durch Nichtspielen entstehen.
Und irgendwo sitzt wahrscheinlich gerade ein Musiker und denkt: „Na gut. Dann mache ich morgen einen 14-Stunden-Song mit Kuhglocke und präpariertem Klavier.“ 😄
Teilen
Was ist Ihre Reaktion?
Gefällt mir
0
Gefällt mir nicht
0
Liebe
0
Lustig
0
Wütend
0
Traurig
0
Wow
0
