„Eine Million Streams – und jetzt bin ich reich, oder?“
Der KI-Creator kommt völlig euphorisch zu Sister Copyright und Brother Regenerate:
KI-Creator: Leute! Wir haben es geschafft!
Brother Regenerate: Was haben wir geschafft?
KI-Creator: Eine Million Streams!
Sister Copyright: Herzlichen Glückwunsch.
KI-Creator: Danke! Wo ist mein Geld?
Sister Copyright: Welches Geld?
KI-Creator: Na, für die Million Streams!
Brother Regenerate: Er glaubt, Streams seien Geld.
KI-Creator: Sind sie doch!
Sister Copyright: Nein. Streams sind Streams.
KI-Creator: Aber Spotify zahlt doch für Streams.
Sister Copyright: Das ist etwas anderes.
KI-Creator: Wie viel bekomme ich denn pro Stream?
Sister Copyright: Das lässt sich nicht einfach mit einer festen Zahl beantworten.
KI-Creator: Warum nicht?
Brother Regenerate: Weil die Musikindustrie beschlossen hat, dass eine einfache Antwort zu viel Freude bereiten würde.
KI-Creator: Moment. Wenn ich den Song mit KI gemacht habe – wer bekommt dann überhaupt das Geld?
Sister Copyright: Das ist eine ausgezeichnete Frage.
KI-Creator: Ich ahne, dass jetzt wieder ein Ordner kommt.
Sister Copyright: Zwei.
Brother Regenerate: Einer für die Rechte.
Sister Copyright: Und einer für die Verträge.
KI-Creator: Und meiner?
Sister Copyright: Der steht noch nicht fest.
KI-Creator: Warum?
Sister Copyright: Weil zunächst geklärt werden muss, welche Rechte an Ihrem konkreten Song bestehen und welche Nutzungsbedingungen für das verwendete KI-Tool gelten.
KI-Creator: Also brauche ich eine Million Streams, um davon leben zu können?
Brother Regenerate: Nein.
KI-Creator: Gut!
Brother Regenerate: Du brauchst erst einmal eine Million Streams.
KI-Creator: Ja.
Brother Regenerate: Dann brauchst du noch herauszufinden, was davon bei dir ankommt.
KI-Creator: Und dann?
Brother Regenerate: Dann brauchst du wahrscheinlich noch einen Job.
Sister Copyright: Das war jetzt unnötig pessimistisch.
Brother Regenerate: Realistisch.
Sister Copyright: Das ist bei ihm dasselbe.
💰 SISTER COPYRIGHT RECHNET AB
Eine Million Streams = eine Million Mal Geld?
Nicht ganz. Streamingvergütungen werden nicht nach einem weltweit einheitlichen festen „Preis pro Stream“ berechnet. Entscheidend sind unter anderem die jeweilige Plattform, der Markt, die Art des Abos, der Anteil an den gesamten Streams und die Rechte, die an der Aufnahme und dem zugrunde liegenden Musikwerk bestehen.
Und bei KI-Musik?
Hier kommt eine zusätzliche Ebene hinzu: Wer welche Einnahmen erhält, hängt auch davon ab, welche Rechte am KI-generierten Ergebnis bestehen, welchen Beitrag Menschen geleistet haben und welche Bedingungen der verwendete KI-Dienst vorgibt.
Sister Copyright:
„Ein Stream ist noch keine Tantieme.“
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