Sony Music fordert Entfernung von mehr als 260.000 KI-Deepfakes
Sony Music verschärft den Kampf gegen KI-generierte Songs, die Stimmen und Identitäten seiner Künstler imitieren. Nach Angaben des Konzerns wurden bis Ende September mehr als 260.000 Titel bei Streamingplattformen zur Entfernung gemeldet.
Damit hat sich die Zahl innerhalb von sechs Monaten nahezu verdoppelt. Ende März hatte Sony noch von mehr als 135.000 gemeldeten KI-Deepfakes gesprochen. Betroffen sind unter anderem Künstler wie Harry Styles, Adele, Britney Spears, Queen und Michael Jackson.
Sony bezeichnet die Entwicklung als ein Problem, das inzwischen in großem Maßstab auftrete. Nicht autorisierte KI-Tracks könnten Künstler schädigen, Fans täuschen und die Integrität des Musikmarktes gefährden.
Besonders auffällig ist die Geschwindigkeit, mit der die Zahlen steigen: Im März 2025 hatte Sony mehr als 75.000 entsprechende Titel identifiziert. Ein Jahr später waren es bereits über 135.000. Nun sind es mehr als 260.000.
Dabei geht es längst nicht nur um einzelne gefälschte Songs. Parallel wächst die Menge KI-generierter Musik, die in großen Mengen auf Streamingplattformen veröffentlicht wird. Teilweise wird diese Musik anschließend künstlich gestreamt, um Einnahmen zu generieren.
Auch die Plattformen verschärfen ihre Regeln. Spotify untersagt beispielsweise die nicht autorisierte Imitation der Stimme eines Künstlers – unabhängig davon, ob dafür KI oder eine andere Technologie verwendet wird.
Die Zahlen von Sony machen deutlich: Der Kampf gegen KI-Deepfakes ist längst kein Zukunftsthema mehr. Er ist bereits Teil des täglichen Musikgeschäfts.
Quelle: Music Business Worldwide
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